Die "Fragen und Antworten" vom Jugendtag 1998 in Stuttgart,
die nicht veroeffentlicht werden duerfen

Liebe Leser,

Ricky muss in diesen Zeiten der Luegen und des Betrugs an den Glaeubigen des Gottesvolk noch einmal herhalten. Man muss sich dies einmal wieder auf der sprichwoertlichen Zunge zergehen lassen: im ersten Monat des 21. Jahrhunderts, in dem wir nun leben, erlebt Gottes Volk schon wieder die erste Verarsche in der Kirche Jesu Christi. Im Januar 2000.

Ricky wurde nun Ende 1999 angesprochen von Jugendlichen, die ihn ja auf dem Jugentag 1998 in Stuttgart gesehen hatten und haben ihm den Wunsch geaeussert:
"Es wurde hoch und heilig am Altar Gottes 1998 versprochen, dass wir jeder ein Exemplar der sogenannten "Fragen und Antworten" bekommen, die in der Nachmittags-Stunde zum Besten gegeben worden sind. Doch leider mussen wir zu Beginn des neuen Jahrtausends feststellen, dass dies auch wieder eine Luege am Altar Gottes war. Deswegen, guter Ricky Fair, such doch bitte nochmal in deinen Unterlagen und ueberlass uns so ein Exemplar der "Fragen und Antworten"".
Ricky ging nun und suchte. Was war das Ergebnis? Richtig, Ricky hat seinem getreuen Diktierknecht die Schluessel gegeben und die Tonband-Kassette ausfindig gemacht, worauf die Nachmittagsstunde jenes denkwuerdigen Jugendtages enthalten ist.

Im Bezirk Saur, so wurde Ricky mitgeteilt, erhalten nur Bezirksapostel, Apostel, Bischof und Aelteste so ein Exemplar. Der Rest von Gottesvolk (so lautet die feste Planung und Absicht der NAK) wird kein schriftliches Exemplare der "Fragen und Antworten" erhalten. Stattdessen werden sowas wie Theaterauffuehrungen mit Gesangseinlagen in einem Bezirksjugendgottesdienst (oder auch "Feierstunde") abgehalten werden. Schriftlich wird keiner was erhalten.

Nachdem Ricky bei der Verwaltung nachgefragt hat, was denn der Grund fuer diesen erneuten Luegenanfall gewesen sei, bekam er die Antwort, dass die "Fragen und Antworten" wohl ein paar Dinge und Gedanken enthielten, die man nicht allen Geschwistern (auch den Aelteren) zumuten koennte.

Es scheint wohl so, dass die Propaganda-Verwaltungen der Gebietskirchen bei einer eventuellen Veroeffentlichung der "Fragen und Antworten" erwarten, dass manche bisher treuen Geschwister nicht mehr alles so verstehen und hinter den Heiligenschein blicken, der wohl jahrelang (und faelschlicherweise) verbreitet worden ist.

Auf gut deutsch: mit der Veroeffentlichung (schwarz auf weiss) gehen die Propaganda-Abteilungen das grosse Risiko ein, dass wieder einmal ein paar Geschwister mehr merken, dass sie ueber Jahre hinweg verarscht worden sind.

Und hier ist nun wenigstens der Wortlaut der "Fragen und Antworten", die 1998 auf dem Jugendtag in Stuttgart zum Besten gegeben worden sind. Und Ricky betont hier nochmals extra: es waren ja keine spontanen Fragen, die gestellt worden sind. Nein, die Fragen mussten Wochen zuvor schriftlich in Zuerich eingereicht werden. Und die Antworten kamen dann wohlueberlegt zu Papier und wurden dann an jenem Sonntagnachmittag vorgetragen. Lest nun selbst, schwarz auf weiss, was allen Gotteskindern vorenthalten bleibt. Falls ihr diesen Fall nicht glaubt, liebe Jugend, besonders eben aus Sueddeutschland, dann geht zu Euren Bezirksaeltesten (und hoeher). Diese Leute haben ein schriftliches Exemplar, samt einem Begleitschreiben von Bezirksapostel Saur, welches den Maennern strikt verbietet, die Unterlagen an irgendjemanden herauszugeben.

Herlichst,

Euer

Ricky Fair

PS.: Wenn Ihr rein zufaelligerweise ein Diktiergeraet und/oder Handy habt, wo ihr Eure Sachen aufnehmen wollt und zum Besten geben wollt, Ihr wisst ja an wen ihr Euch wenden koennt, geschundene Jugend. Ricky Fair ist fuer Euch da!

 

Den Nachmittag leitet der Stammapostel mit einem Zitat ein, das er vor kurzem gelesen hat:
Das Unwichtige schnell vergessen ist die bedeutsame Voraussetzung das Wesentliche zu erkennen. Das ist besonders wichtig in der heutigen Gesellschaft mit der Informationsflut.

Hier einige Fragen und die zugehoerigen Antworten:

Frage: Wie sieht ein Arbeitstag des Stammapostels aus?
Es gibt keinen typischen Arbeitstag. Jeder Tag sieht anders aus. Wenn er aber einmal im Buero sitzt, liest er die Briefe und Faxe, die er erhaelt. Er liest alle Post persoenlich, laesst sie aber dann moeglichst von seinem Sekretariat beantworten. Ausserdem sind viele Sitzungen und Besprechungen. Dann liest er Lektuere ueber Politik und Wirtschaft, um sich auf dem laufenden zu halten. Schwerpunkt ist aber immer die Seelsorge.

Frage: Wie steht die NAK zu anderen Religionen und zur Oekumene?
Abwartend, jedoch wird im Kreis der Bezirksapostel darueber gesprochen. Hier verweist er auf die Abhandlungen in Unserer Familie Nr. 7 vom 5. April 1997. "Muss ich davon ausgehen, dass die Jugend die Zeitschrift Unsere Familie nicht liest ?" :-))

Frage: Warum sind in der NAK nur Maenner Amtstraeger?
Der Sohn Gottes hat nur Maenner als Apostel gesetzt. Haette er auch Frauen gewollt, wuerde ganz bestimmt etwas in der Bibel stehen. Unsere Schwestern haben in anderen Bereichen Moeglichkeiten zu dienen. Es ist interessant, dass die Diskussion darueber hauptsaechlich in den Evangelischen Kirchen stattfindet waehrend die Orthodoxen, der Islam, der Hinduismus und die katholische Kirche eine klare Stellung dazu haben.

Frage: Wie steht die Neuapostolische Kirche zu den Vorgaengen damaliger Zeit beim Heimgang des Stammapostels Bischoff?
Die Botschaft ist eine geschichtliche Tatsache. Wir wissen nicht, wie der Stammapostel diese Verheissung erhalten hat, und wir wissen auch nicht, was Gottes Gedanken damals waren. Eine Antwort auf diese Fragen werden wir wohl erst einmal beim lieben Gott erhalten. Fest steht, dass derjenige, der daran geglaubt hat durch all das keinen Schaden erlitten hat.

Frage: Wie bereitet er sich auf einen grossen Gottesdienst vor?
Er ist der einzige Amtstraeger der NAK, der kein Amtsblatt hat. "Ich bin der aermste Kerl von allen" :-)). Er tut es mit viel Gebet und liest auf stundenlang in der Bibel und wenn er ein Wort gefunden hat beschaeftigt er sich weiter damit bis sich die Kernpunkte auf seinen Geist legen.

Frage: Wie bewaeltigt der Stammapostel die vielen Belastungen?
Der Stammapostel freute sich besonders ueber diese Frage, weil sie ihm zeigt, dass auch die Jugend weiss, welche Belastungen das Stammapostelamt mit sich bringt. Er legt die Sorgen dem Herrn zu Fuessen nach dem Wort: "Alle eure Sorge werfet auf ihn." Ausserdem staerken ihn die Gespraeche mit Bezirksaposteln und Aposteln. Staerkend sind auch die Bekenntnisse treuer Nachfolge und Liebe aus dem Geschwisterkreis.

Frage: Wie war die Reaktion des Stammapostels und seiner Frau auf die Amtseinsetzung zum Stammapostel?
Zuerst erwaehnte er die Reaktion seines Vaters: "Was, Du bist jetzt der neue Stammapostel? Haben die denn keinen anderen gefunden? Du zigeunerst jetzt auf der Welt herum? Na dann wuensche ich Dir alles Gute...". Er selbst hat sich innerlich dagegen gestemmt und "nein" zum lieben Gott geschrien, sich dann aber aufgrund der vielen Zeichen in den Willen Gottes ergeben. Seine Frau reagierte wie Maria: "Mir geschehe also....". Sie hat sich demuetig gefuegt (und wusste, dass sie jetzt noch mehr weisse Hemden buegeln muss...:-)).

Frage: Was war ihr persoenliches schoenstes Glaubenserlebnis?
Ich habe viele Glaubenserlebnisse gehabt. Aber eines bleibt mir ewig in Erinnerung: Damals, als der Stammapostel Bischoff gestorben war, da fuehlte ich mich wirklich elendig schlecht. Mir war furchtbar zumute. Da habe ich die Bibel mit beiden Haenden blind aufgeschlagen und habe zum lieben Gott frech! gebetet. Zwischenfrage des Stammapostels an uns: "Kann man das eigentlich: Frech beten?" Zur Begruendung erklaerte er es genauer. Er betete: "Wenn es dich gibt, dann gib mir ein Zeichen...". Danach schlug er die Bibel mit geschlossenen Augen auf. Das Wort bewegte ihn sehr. Am Abend diente Apostel Rudolf Schneider II in der Gemeinde, sagte, dass er lange um ein Wort gebetet habe, und las als Textwort das gleiche Wort vor, das auch der Stammapostel aufgeschlagen hatte. Weil dies alles in seiner Jugendzeit geschah, war dies das Glaubenserlebnis, das ihn am meisten bewegte.

Frage: Wie steht die Neuapostolische Kirche zur Heirat eines neuapostolischen mit einem nicht neuapostolischen Partner?
"Ich habe nichts dagegen. Wichtig ist, dass der nichtneuapostolische Partner bereits vor der Eheschliessung glaubensmaessig eine klare Haltung einnimmt" (diesen Satz hat der Stammapostel wiederholt!). "Es darf beiderseits kein Druck ausgeuebt werden."
Die Kirche hat da absolut nichts dagegen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
a) Der Neuapostolische Partner steht fest im Glauben;
b) Der Neuapostolische Partner zwingt nicht den anderen, auch seinen Glauben anzunehmen;
c) Der Nicht-Neuapostolische Partner zwingt nicht den anderen von der Kirche und dem Glauben fernzubleiben.
Aus solchen Partnerschaften sind schon sehr harmonische Ehen entstanden! Es soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass es anders ausging.

Frage: Was macht der Stammapostel Mittwoch abends?
Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, oder eine Besprechung oder Konferenz hat, bereitet er sich auf den Sonntagsgottesdienst vor ("pickeln und graben"). Da ist seine Frau im Gottesdienst, und er hat seine Ruhe :-)).

Frage: Wie koennen wir behaupten, dass die Neuapostolische Kirche die einzige Moeglichkeit sei zu Gott zu kommen, dass sie die einzig wahre Kirche ist?
Zuerst - wir behaupten gar nichts. Wenn wir unsere Lehre betrachten, so erkennen wir, das sie voll an der damaligen Lehre Jesu ausgerichtet ist und diese Lehre zum Vorbild hat. Wir haben die 3 Sakramente wie damals auch und auch sonst ist alles gleich. Wir haben Apostel. Daher kann man durch stetes Bemuehen in unserer Kirche zum lieben Gott kommen. Wie es allerdings, wenn der Herr kommt, mit denen gehen wird, die in anderen Religionen auch gottesfuerchtig gelebt haben, die auch geglaubt haben, das kann allein der liebe Gott selber sagen.
"Wie Gott seine Beziehung zu Menschen anderer Glaubensgemeinschaften (...die auch ihr Leben dem Herrn weihen und in ihrem Sinne geopfert haben....?) gestalten wird, ueberlassen wir seiner unantastbaren Gerechtigkeit, IN DER ER AUCH ANDEREN MENSCHEN ERFUELLUNG GEBEN WIRD."

Frage: Was ist seine groesste Sorge und seine groesste Freude?
Seine groessten Sorgen sind:
- die Aussagen ehemaliger Neuapostolischer ("Aussteiger");
- die zunehmende Freudlosigkeit und Lauheit in den westlichen Laendern.
Seine groesste Freude ist die Einheit im Apostelkreis, besonders im Bezirksapostelkreis.

Frage: Woher weiss der Stammapostel so genau Bescheid ueber die Sorgen der Gotteskinder?
Ganz einfach: Von den Gotteskindern selbst - mit dem Ohr an der Basis.

Frage: Gibt es in der NAK eine offizielle Auslegung der Offenbarung?
Noch nicht. Derzeit ist eine Arbeitsgruppe aus Apostel mit viel Gebet und Geduld damit beschaeftigt. Es gibt allein in der deutschsprachigen Literatur ueber 6000 Buecher und Abhandlungen ueber die Offenbarung. Die Meinung des Stammapostels ist, dass es uns nicht gelingen wird, alle Bilder der Offenbarung zu klaeren, vieles ist noch verdeckt. In der Zukunft werden wir aber verstaerkt in den Gottesdiensten aus der Offenbarung hoeren.

Frage: Haben Tiere Seelen, da sie auch Freud und Leid empfinden die ueber den Instinkt hinausgehen?
Nein. In Mose (vgl. 1. Mose 9, 3-4) steht auch, dass Tiere geschlachtet und das Fleisch gegessen werden sollte. Haetten Tiere Seelen, haette der liebe Gott diese Aufforderung nicht gegeben. Es ist also nicht so wie eine Schwester berichtete, dass sie ihren verstorbenen schwarzen Pudel im Traum ganz in Weiss sah.

Frage: Wie ist das zu vereinbaren, dass der Teufel als Engel gefallen ist, wenn doch Engel keinen eigenen Willen haben?
Er war ja der Fuerst des Lichtes. Luzifer wurde ein Opfer des Neides, weil Gott den Menschen schuf und ihn hoeher als die Engel stellte. Jesus sagte selbst, dass er Luzifer herabfahren sah wie ein Blitz. (vgl. Lukas 10, 18)

Frage: Wer entscheidet in der NAK ueber organisatorische und seelsorgerische Dinge?
Der Stammapostel konsultiert oft die Bezirksapostel und fragt nach ihrer Meinung. Die letzte Entscheidung traegt er.

Frage: Wie wird der Stammapostel gewaehlt ? Wer entscheidet ueber seine Zurruhesetzung?
Der amtierende Stammapostel bestimmte den Nachfolger. Das geht mit viel Gebet. Die Zurruhesetzung macht der amtierende Stammapostel. Ich werde es dann so machen, dass ich meine rechte Hand in meine linke Hand lege und mir danke. :-))

Frage: Wie beurteilen sie die weltweite Entwicklung (insbesondere in Laendern wie China oder Kuba)?
Es gibt auch in den Laender schon schoene Ansaetze die sich, wenn die Voraussetzungen dazu da sind auch entwickeln werden.

Frage: Ist es ihnen lieber Stammapostel in ihrer Jugendzeit auch oefters so ergangen, dass sie aus einem Gottesdienst voellig leer wieder rausgegangen sind, ohne was mitgenommen zu haben?
Nein! Ich habe immer aus jedem Gottesdienst etwas mitgenommen. Manchmal war es nur ein Gedanke aber ich habe immer etwas fur mich mitgenommen!

Frage: Ist dem Stammapostel die Aufgabe seines natuerlichen Berufes schwergefallen?
"Jein." Er war Schriftsetzer, danach in der Werbebranche taetig, und sein Beruf gefiel ihm immer. Andererseits war er auch dankbar dafuer, dass er seine Zeit nun noch mehr in den Dienst des Herrn stellen konnte. (Als Bischof gab er seinen Beruf auf.)

Frage: War der Stammapostel schon mal Anfeindungen oder Drohungen ausgesetzt?
Ja, es gab schon manche heikle Situation. Ausserdem kommen manchmal Briefe, in dem ihm "Tod und Hoelle" angedroht werden, wenn er nicht bestimmte Forderungen erfuellt. Damit muss man leben. "Ich denke, die bekommt der Bundeskanzler Kohl auch". :-)

Frage: Werden Bilanzzahlen der NAK veroeffentlicht?
Bis jetzt nicht, nur innerhalb den Bezirksapostelbezirken den Aposteln, Bischoefen und Bezirksaemtern. In Zukunft sollen aber einige Zahlen veroeffentlicht werden, da so manche Fehlinformation in der Presse herumgeistert.

Frage: Was macht der Stammapostel im Urlaub?
Er wandert und schwimmt gerne, aber an einem Ort wo dann nicht 100 Geschwister mit einem Foto auf ihn warten.

Frage: Liest der Stammapostel alle Briefe die an ihn geschrieben werden?
Wenn es irgendwie moeglich ist liest er alles, aber die Beantwortung uebernimmt meist sein Sekretariat.

Frage: Wie oft ist der Stammapostel zu Hause?
Er hat es einmal ueberprueft und stellte fest, dass er die Haelfte der Zeit im Jahr auf Reisen und die andere Haelfte zu Hause ist und trotzdem in Zuerich seine Steuern bezahlen muss.

Frage: Hat der Stammapostel einmal in die Ewigkeit geschaut?
Einmal, aber nicht eine Vision sondern im Traum. Darin sah er seine Mutter deren Gesicht wunderbar strahlte, obwohl es bis zum Tod durch Schmerzen gezeichnet war.

 

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